http://www.unicef.de/presse/2015/weltwassertag-2015/73998

https://youtu.be/8SPfK-s_Qb4
UNICEF ZUM
WELTWASSERTAG AM 22. MÄRZ
Köln, 20. März 2015
Schmutziges
Wasser kostet täglich fast 1.000 Kindern das Leben
UNICEF-Botschafterin Eva Padberg
setzt sich für sauberes Trinkwasser für alle ein
Anlässlich des Weltwassertags
fordert UNICEF, dass bis zum Jahr 2030 jeder Mensch überall auf der Welt
sauberes Trinkwasser hat. Trotz großer Fortschritte haben 748 Millionen
Menschen nach wie vor kein sicheres Wasser zur Verfügung, 90 Prozent von ihnen
leben in Asien und Subsahara-Afrika. Besonders für Kinder in armen ländlichen
Regionen ist das lebensgefährlich: Jeden Tag sterben fast 1.000 Kinder unter
fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, verursacht durch verschmutztes
Trinkwasser, fehlende Toiletten und mangelnde Hygiene.
„Für uns ist es selbstverständlich,
dass wir einfach den Wasserhahn aufdrehen und trinken können. Aber für viele
Kinder in Entwicklungsländern ist es lebensgefährlich, ihren Durst zu stillen“,
sagt UNICEF-Botschafterin Eva Padberg. „Deshalb setze ich mich zusammen mit
UNICEF dafür ein, dass in Zukunft jede Familie auf der Welt Zugang zu sauberem
Trinkwasser und Latrinen hat.“ Padberg hat auch die Kampagne
„Wasser wirkt“ unterstützt, die UNICEF Deutschland jetzt nach drei Jahren
erfolgreich abschließt.
Ende dieses Jahres laufen die
sogenannten „Millenniums-Entwicklungsziele“ aus. Mit ihnen hatten sich die
Vereinten Nationen unter anderem vorgenommen, die Zahl der Menschen ohne Zugang
zu sauberem Trinkwasser von 1990 bis 2015 zu halbieren. Dieses Ziel wurde sogar
schon fünf Jahre vor Ablauf der Frist erreicht, 2,3 Milliarden Menschen haben
seit 1990 Zugang erhalten. Nur in drei Ländern – der Demokratischen Republik
Kongo, Mosambik und Papua Neuguinea – hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung
noch immer kein sicheres Trinkwasser.
Die guten Durchschnittswerte
verdecken jedoch große Unterschiede: Vor allem die ärmsten Familien, die in
einer ländlichen Region im südlichen Afrika oder Asien leben, bleiben von dem
Fortschritt bisher ausgeschlossen. Mädchen verlieren außerdem viel Zeit mit
Wasserholen – Zeit, die ihnen zum Beispiel für den Schulbesuch fehlt. UNICEF
schätzt, dass allein in Afrika die Menschen, vor allem Frauen und Mädchen, jedes
Jahr 40 Milliarden Stunden mit Wasserholen beschäftigt sind.
UNICEF fordert deshalb, dass bis
2030 erstmals alle Menschen weltweit in ihren Häusern oder in der nahen
Umgebung Trinkwasser und sanitäre Anlagen haben sollen. Auch Schulen und
Krankenhäuser sollen einen Mindeststandard von Wasser, Latrinen und
Hygieneregeln haben, um Krankheiten vorzubeugen. Das soll auch verbindlich in
den neuen nachhaltigen Entwicklungszielen, die dieses Jahr von den Vereinten
Nationen verabschiedet werden sollen, festgelegt werden.
Auch dank besserem Zugang zu
Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygiene konnte die Kindersterblichkeit in
den vergangenen Jahrzehnten halbiert werden. Die Zahl der Kleinkinder, die an
Durchfallerkrankungen sterben, ist seit 2000 um 54 Prozent gesunken. Dennoch
gehören Durchfallerkrankungen neben Lungenentzündungen weiterhin zu den
häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren weltweit.
Kampagne „Wasser wirkt“ hilft über 500.000 Kindern
Zum Weltwassertag schließt UNICEF
Deutschland die erfolgreiche Kampagne „Wasser wirkt“ ab.
Drei Jahre lang haben vor allem die 150 ehrenamtlichen UNICEF-Gruppen in ganz
Deutschland auf das Menschenrecht auf Wasser aufmerksam gemacht und Spenden für
Kinder in sechs Programmländer gesammelt.
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